Bamberg Architektur PartG mbB . Gartenstraße 7 . 72793 Pfullingen . info@bamberg-architektur.de
Projekte
Bauträger: Dr. Rall Hochbau GmbH
Bereits in den neunziger Jahren wurde durch den Bau der evangelischen Thomas–Kirche mit dazugehörigem Gemeindezentrum dem Wohngebiet Ahlsberg eine Quartiersmitte gegeben.
Durch die Erweiterung des Standortes um einen großflächigen Einzelhandel mit darüber liegender Wohnanlage auf der östlichen Seite der Stuhlsteige und der Neustrukturierung der alten Produktionsstätten der Textilfabrik „Böhmler“ auf der anderen Seite der Straße, wurde der Stadtteil weiter ausgebaut und entwickelt. Durch die Verlagerung der Produktion der Textilindustrie nach Asien wurde der Standort der Fa. Böhmler stillgelegt. Die Gebäude wurden vermietet und der Zustand der Immobilie wurde zunehmend schlechter. Durch den Erwerb der Gewerbeeinheit wurde die gesamte Anlage neu strukturiert, Teile abgebrochen. Die kammartige Struktur der mit Sichtziegel verkleideten Produktionsgebäude wurde erhalten.
Im 1.BA wurden am südlichen Ende der Fabrik ein Werkstattgebäude abgerissen. An dieser Stelle und auf dem anschließenden Wiesengelände wurden insgesamt vier Wohngebäude mit insgesamt 52 Wohnungen und eine Gewerbeeinheit erstellt. Die Gebäude stehen auf dem Sockel der Tiefgarage.
Im mittleren Gebäudeteil, bestehend aus den erhaltenen Bestandsgebäuden, sind Gewerbeflächen erhalten: Die Flächen werden u.a. genutzt von einem Fitnessstudio, einer Arztpraxis und einer Logistikfirma. Die mit Ziegeln verkleideten Bestandsgebäude waren Vorbild für die Riemchenfassade des Hochhauses, das im zweiten Bauabschnitt erstellt wurde.
Der 2.BA besteht aus dem Hochhaus und einem zweiten niedrigeren Wohngebäude. Das niedrigere quer eingestellte Wohngebäude verbindet optisch das Hochhaus mit der kammartigen Struktur der Gewerbeflächen. Das Hochhaus an der Straßenkreuzung erhebt sich acht Geschosse über der Tiefgarage.
Der Baukörper des Hochhauses ist in drei Volumina aufgeteilt, die von Osten nach Westen entsprechend dem Verlauf des Geländes abgestuft sind. In dem tiefen Einschnitt zwischen den beiden Gebäudeteilen befindet sich der Hauseingang und die vertikale Erschließung.
Die einfachen und klar strukturierten Hauptfassaden kommen mit einem Fensterformat aus. Auf diese Weise strahlt der Baukörper eine klassische Ruhe aus. Lediglich die Schiebeelemente an den Terrassen und Balkonen haben andere Dimensionen, die sich an der Größe der zurückliegenden Balkone orientieren.
Insgesamt wurden im zweiten Bauabschnitt 84 Wohneinheiten und eine Gewerbefläche erstellt. Entsprechend der Lage und Ausrichtung wurden Wohnungsgrößen von 1-5-Zimmer-Wohnungen realisiert. Der zweite Hauszugang zum niedrigeren Gebäude liegt an einem kleinen Platz. Durch den Luftraum in der Außendecke des Erdgeschosses erhält der Eingang eine repräsentative Optik. Der Baum, der durch den Luftraum nach oben wächst, unterstützt die Wertigkeit des Hauseingangs.